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Sensor

APS-C oder Vollformat

Die Sensorgröße ist die eine Entscheidung, die sich später am teuersten korrigieren lässt — weil sie nicht nur das Gehäuse betrifft, sondern die gesamte Objektivsammlung dahinter.

Was der Formatfaktor bedeutet

Ein APS-C-Sensor ist kleiner als ein Vollformatsensor und zeigt deshalb einen engeren Bildausschnitt. Bei den meisten Herstellern liegt der Faktor bei etwa 1,5, bei Canon bei etwa 1,6.

Praktisch heißt das: Ein 35-mm-Objektiv an APS-C zeigt ungefähr das, was ein 50-mm-Objektiv an Vollformat zeigt. Die Brennweite auf dem Objektiv ändert sich nicht — nur der Ausschnitt, den der kleinere Sensor davon erfasst.

Das wirkt in beide Richtungen. Im Weitwinkel ist es ein Nachteil: ein 16-mm-Objektiv an APS-C wirkt wie 24 mm und damit deutlich weniger weit. Im Telebereich ist es ein Vorteil: dasselbe Teleobjektiv reicht an APS-C weiter.

Wo Vollformat wirklich gewinnt

Wenig Licht. Der größere Sensor sammelt mehr Licht, das Rauschen setzt später ein. Wer regelmäßig in Innenräumen, abends oder in der Dämmerung fotografiert, merkt das.

Freistellung. Bei gleichem Bildausschnitt und gleicher Blende trennt Vollformat stärker vom Hintergrund. Wer den ausgeprägt unscharfen Hintergrund sucht, kommt an APS-C schwerer dorthin.

Das war es im Wesentlichen. Auflösung, Farbwiedergabe und Autofokus hängen am Modell, nicht am Format — eine aktuelle APS-C-Kamera schlägt ein älteres Vollformatgehäuse in diesen Punkten regelmäßig.

Wo APS-C gewinnt

Preis, und zwar doppelt. Das Gehäuse ist günstiger, und die Objektive sind es auch. Vollformatoptiken müssen einen größeren Bildkreis ausleuchten, was sie größer, schwerer und teurer macht. Der Aufpreis fällt bei jedem Objektiv erneut an, nicht nur einmal beim Gehäuse.

Gewicht. Eine APS-C-Ausrüstung mit drei Objektiven passt in eine Tasche, die man den ganzen Tag trägt. Bei Vollformat wird daraus ein Rucksack.

Reichweite im Tele. Der Formatfaktor verlängert kostenlos.

Die Entscheidung

Für die meisten ist APS-C die wirtschaftlichere Wahl, und der gesparte Betrag ist in einem lichtstarken Objektiv besser angelegt als im größeren Sensor. Ein F1.8-Objektiv an APS-C sammelt mehr Licht als ein F3.5-Kit-Zoom an Vollformat.

Vollformat lohnt, wenn wenig Licht der Normalfall ist oder wenn ausgeprägte Freistellung zum Stil gehört. Wer beides nicht braucht, zahlt für eine Reserve, die im fertigen Bild nicht sichtbar wird.

Ein Hinweis zum Umstieg: APS-C-Objektive lassen sich an Vollformatgehäusen desselben Bajonetts meist nur im beschnittenen Modus nutzen. Wer den Wechsel plant, sollte das bei der Objektivwahl mitdenken — sonst wird aus einem Gehäusetausch ein Systemwechsel.

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